Positionspapier

 

Positionspapier Bürgerinitiative Lebenswertes Feudenheim Stand 30.06.2018


Positionspapier zur derzeitigen Planung für Spinelli Süd

Wir sind für eine Nutzung des Spinelli-Geländes, die den auch von der Stadt beworbenen Stadtteilcharakter Feudenheims bewahrt und den Bedürfnissen der heutigen und zukünftigen Anwohner entspricht. Die im Augenblick bestehende Planung widerspricht dem. Darum fordern wir Alternativen.

Im Folgenden finden Sie zunächst Argumente gegen die bestehende Planung und anschließend einige Anregungen.


Zusammenfassung:

  • Die derzeitigen Pläne widersprechen den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung.
  • Es droht eine weitere Verschlechterung der kritischen Verkehrssituation bis hin zum täglichen Verkehrschaos.
  • Ein Verkehrskonzept ist notwendig, das die Situation verbessert und nicht verschlechtert.
  • Der Betriebshof mindert ohne Not die Attraktivität des bestehenden und des künftigen Wohngebiets für die Anwohner.
  • Die maximal erzielbare Wirkung der Kühl- und Frischluftschneise Grünzug Nord-Ost wird durch einen Betriebshof, den Erhalt der U-Halle, sowie Ausdehnung und weitere Verdichtung der geplanten (Wohn-)bebauung massiv eingeschränkt.
  • Der Bau von Emittenten (Betriebshof) in eine Kaltluftschneise führt zu einer Erhöhung der Schadstoffpartikelkonzentration in der Luft und dadurch auch physikalisch zu einer geringeren Kühlwirkung.
  • Die hohe Belastung der Grünflächen z.B. mit Ambrosia könnte zur Anreicherung der im Grünzug transportierten Frischluft mit Allergenen führen.
  • Die Zentralisierung ist nicht zwingend.
  • Eine Betriebshofzentrale gehört überhaupt nicht in die Nachbarschaft eines Wohngebiets.
  • Im angrenzenden Bürgerpark ist das ökologische Gleichgewicht auf dem von der Stadt zum Naturdenkmal erklärten Sandrasen im Trockenbiotop „Die Bell“ durch Einschleppung von ortsfremden Pflanzen und Tieren durch einen gesamtstädtischen Betriebshof gefährdet.

 

Argumente

  • Bau des Betriebshofes widerspricht dem Ergebnis der Bürgerbeteiligung.

◦ Die Stadt Mannheim hat sich eine Bürgerbeteiligung bei der Nutzung von Spinelli auf die Fahnen geschrieben.
◦ Im Zuge der Bürgerbeteiligung wurde ein Betriebshof auf Spinelli abgelehnt. Siehe hierzu Protokoll der 3. Sitzung der Planungsgruppe Freiland Spinelli, S. 7 u. 11 (http://www.konversionmannheim.de/sites/default/files/protokoll_freiland_spinelli_140129.pdf).
◦ Diese Ablehnung wurde von der Stadtverwaltung in der Beschlussvorlage Nr. V187/2014 „BUGA 2023 und Grünzug Nord-Ost Eckpunkte der Offenen Bürgerplanungsgruppen“, S. 18 und 28 übernommen. (https://www.mannheim.de/sites/default/files/page/57482/vorlage187_2014.pdf ).
◦ Gerade deshalb würde der Bau des explizit abgelehnten Betriebshofs der Politikverdrossenheit Vorschub leisten.

  • Die Pläne zum Betriebshof und die geplante Verdichtung der Bebauung sowie Erhalt und dauerhafte Nutzung der U-Halle führen aufgrund der dann längeren Staus zu einer deutlich verstärkten Lärm- und Umweltbelastung im Westen und Norden Feudenheims.

◦ Die Anwohner leiden schon heute am starken Verkehr und seinen Folgen. Wie in der Broschüre der Stadtverwaltung über Feudenheim dargestellt, existiert bereits jetzt eine starke Lärmbelastung durch den Verkehr am Aubuckel und Wingertsbuckel. „Ziel des Mannheimer Lärmaktionsplans ist es, […] „Lärmbelastungen sukzessive zu reduzieren und neue Lärmbelastungen zu vermeiden.“
◦ 180, später 220 Mitarbeiter mit einem Fuhrpark von ca. 100 Fahrzeugen sowie noch viel mehr Verkehr durch viele neue Anwohner führen zu einer weiteren erheblichen Zunahme von Autoabgasen und Feinstaub.
◦ Durch die geplante Zentralisierung würden auch die Großrasenmäher (Höchstgeschwindigkeit 25 km/h) weitere Wege durch die ganze Stadt nehmen müssen.
◦ Das bestehende Verkehrsgutachten hat die größte Problemstelle (Kreuzung „Hauptstraße“ mit der Straße „Am Aubuckel“) ausgeklammert. Damit ist es kaum aussagekräftig für die Gesamtsituation: Durch die erhebliche Zunahme des Verkehrs durch Spinelli (neue Wohnbebauung und evtl. der geplante, zentrale Betriebshof) wird gerade diese Kreuzung doch noch stärker belastet! ◦ Doch selbst dieses begrenzte Verkehrsgutachten kam schon zu ungünstigen Prognosen für die untersuchten Kreuzungen. Es steht zu befürchten, dass sich von der Kreuzung Talstraße bis hinunter zur Kreuzung „Hauptstraße“ / „Am Aubuckel“ arbeitstäglich ein Dauerstau ergibt. Dies würde auch die Effektivität des Betriebshof-Fuhrparks mindern!

  • Die Ausweitung der Staus beeinträchtigt neben den Anwohnern natürlich auch die Fahrer, die in ihnen stehen – und macht damit potenziell deren Arbeitsstellen oder Wohnungen in Mannheim weniger attraktiv.
  • Für die vorhandenen Anwohner im Norden von Feudenheim und die Neubewohner von Spinelli bedeuten die Pläne ein „Wohnen am Betriebshof“ anstelle ein „Wohnen am Grünzug“.

◦ Die Stadt Mannheim selbst bewirbt in ihrer Broschüre den Stadtteilcharakter Feudenheims mit „hohem Freizeit- und Erholungswert“
◦ Der Bau des Betriebshofes und die Verdichtung der Bebauung zerstört den Stadtteilcharakter als ruhiges Wohngebiet durch den entstehenden Verkehr.
◦ Die Stadtverwaltung hat ursprünglich selbst ebenfalls in der oben bereits genannten Beschlussvorlage Nr. V187/2014 diese Verdichtung bzw. Herausbildung einer Siedlung auf Spinelli am Nordrand von Feudenheim abgelehnt.
◦ Die bestehenden Gebäude können sinnvoll und im Sinne der Pläne von Stadt und Bürgern genutzt werden.
◦ Hinweis zum bestehenden Gewerbegebiet Talstraße: dieses erzeugt aufgrund seiner sehr geringen Größe kein nennenswertes Verkehrsaufkommen. Zudem ist auch hier Wohnbebauung vorhanden, so dass der Wohnortcharakter Feudenheims dadurch nicht spürbar beeinträchtigt ist. Der Charakter würde sich durch den Betriebshof deutlich zum Schlechteren verändern.

  • Es ist nicht nachvollziehbar, warum die U-Halle erhalten bleiben soll. Veranstaltungen welcher Art in welchem Ausmaß hier geplant sind, sind bisher nicht definiert. Wenn man hierfür 1000 Parkplätze braucht scheint es sich nicht um kleine kulturelle, sondern eher um Großveranstaltungen zu handeln, die weiteren Verkehr und Lärm nach Feudenheim bringen. Die Kosten für Erhalt und Unterhalt der Halle sind nicht überschaubar. Dies ist eine weitere, nicht notwendige und unkalkulierbare Belastung des Mannheimer Steuerzahlers, wie auch schon bei der Multihalle im Herzogenriedpark.
  • Die verdichtete Bebauung und der Bau des Betriebshofs verhindern, dass der Grünzug Nordost als stadtklimatisch hochwirksame Frischluftschneise im möglichen Umfang zum Tragen kommt.

◦ Gegenüber heute wird mit der von 2017 geplanten Bebauung 12 % mehr Kaltluftvolumen in Richtung Innenstadt bewegt, ohne Bebauung 18,4%. Inzwischen wurden die Anzahl der Gebäude und Stockwerke der Bauvorhaben noch weiter ausgedehnt, so dass von einer entschieden verschlechterten Wirkung auszugehen ist.
◦ Das bedeutet, dass die Wirkung der Maßnahmen am Grünzug deutlich gesteigert wird, falls man auf Betriebshof und Verdichtung verzichtet.
◦ Die Kaltluftschneise spielt aber auch eine wichtige Rolle für das Klima in den angrenzenden Stadtteilen Käfertal und Feudenheim. Die geplante dichte und ausgedehnte Verbauung der Ränder dieser Stadtteile zu der Schneise bleibt laut Klimaergänzungsgutachten nicht ohne negative Auswirkung auf deren Frisch- und Kühlluft. Auch lufthygienisch kommt es zu einer Verschlechterung.
◦ Bedenkt man die erheblichen Kosten für die Maßnahmen, so erscheint die Maximierung des Effekts nicht nur aus ökologischer Sicht notwendig zu sein.
◦ Dies ist im „Klimagutachten zum aktuellen Planungsentwurf Grünzug Nordost / Spinelli-Barracks + Bundesgartenschau 2023 in Mannheim“ nachzulesen. (https://www.mannheim.de/sites/default/files/201706/Erg%C3%A4nzendes%20Klimagutachten%20Vorentwurf%20%282017%29.pdf )
◦ Zum Hintergrund:

▪ Aufgrund der geographischen Lage ist Mannheim eine der heißesten Städte Deutschlands; ihre Einwohner mit ca. 36 sogenannten wärmebelasteten Tagen pro Jahr schon jetzt bioklimatisch betroffen. An diesen Tagen ist die Anpassungsfähigkeit des Körpers an die Hitze überfordert, was gesundheitlich gefährlich werden kann.
▪ Infolge des prognostizierten Klimawandels wird die Anzahl der wärmebelasteten Tage weiter ansteigen. Schon 2012 stellte der Deutsche Städtetag* fest, dass „die Zunahme von Hitzetagen, Tropennächten und Hitzeperioden ein ernstes Gesundheitsrisiko darstellt“.
▪ Als Gegenmaßnahmen werden im Bereich der Stadtplanung ausdrücklich die hochwirksame „Weiterentwicklung von Kaltluftschneisen“ empfohlen (*Positionspapier AZ 70.18.00 D).
▪ Laut der World Meteorological Organization wird die zufließende Kaltluft oberhalb eines Emittenten (Industrie- und Verkehrsanlagen, wie z. B. dem geplanten Betriebshofs) abgebremst, mit Partikeln vermehrt angereichert und dadurch in Ihrer Wirksamkeit eingeschränkt und lufthygienisch belastet.
▪ Die gesundheitlich sich auswirkende Feinstaubbelastung setzt sich vor allem aus Emissionen des Straßenverkehrs (Abgase, Abriebe), aber auch Schüttgüterumschlag u.a. zusammen. Daneben tragen Pflanzenteile, Pilzsporen und Staub zur Schwebstoffbelastung der Luft bei. Auf einem zentralisierten Betriebshof werden Schüttgüter wie Sande und Mulch gelagert und täglich bewegt. Der Fuhrpark von über 100 Fahrzeugen verursacht gutachterlich berechnet 880 Fahrzeugbewegungen täglich auf begrenztem Raum.
▪ Das Robert-Koch-Institut warnt vor der durch den Klimawandel verstärkten Zunahme hoch allergisierender Pflanzen wie z.B. Ambrosia. Fahrzeuge, Arbeitsbekleidung, vor allem aber die Grünabfälle, die z.T. auch auf dem Gelände des Betriebshofes zwischengelagert würden, sind erheblich mit dieser schwer zu bekämpfenden Pflanze kontaminiert. Die Beifuß-Ambrosie besitzt eines der stärksten Pollenallergene im Pflanzenreich. Mannheim und Umgebung gilt in BadenWürttemberg als eine der drei am stärksten verseuchten Regionen. (https://www.mannheim.de/sites/default/files/page/74450/klimagutachten_gruenzug_nordost.pdf bzw. https://de.wikipedia.org/wiki/Stadtklima#Städtische_Wärmeinsel bzw. https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de.)

Vor diesem Hintergrund ist es nicht nachvollziehbar, warum die Stadt Mannheim in den vom Grünzug herangetragenen Frisch- und Kaltluftstrom einen Betriebshof mit sich gesundheitlich auswirkenden Emissionen hinein bauen möchte und dabei noch die erzielbare Strömungswirkung durch geplante Bebauung und Verdichtung vorsätzlich reduzieren will.

  • Das naturgeschützte Trockenbiotopdie Bell“ ist lt. einer geltenden Verordnung des Bürgermeisteramtes mit seiner Dünenvegetation und einmaligen Fauna als Naturdenkmal zu schützen. „Der Erhalt und die Entwicklung der Artenvielfalt“ ist erklärter Schutzzweck der o. g. Verordnung.Der Sandrasen der Bell gehört zum Naturerbe Baden-Württembergs. Zahlreiche dort lebende Tierarten stehen auf den „roten Listen“ und sind bereits 2015 gutachterlich nachgewiesen worden und national geschützt. Auf dem Gelände der zukünftigen BuGa um Spinelli wurden bis zu 62 bestandsbedrohte Tierarten gefunden.

◦ Eine Zentralisierung der Betriebshöfe mit all ihren Gerätschaften könnte zur Einschleppung von ortsfremder Flora und Fauna in die benachbarte Bell oder auf Spinelli führen. Diese sog. Neophyten (z. B. Pilze, Pflanzen) und Neozoen (z. B. Insekten oder Kleintieren) könnten sich ausbreiten und zu einer Zerstörung des ökologischen Gleichgewichts führen.
◦ Die Überwucherung vieler Gebiete Deutschlands mit z. T. invasiven Neophyten (Ambrosie, Drüsiges Springkraut u. v. a. m.) ist ein bekanntes, ökologisches Problem mit enormer, auch gesundheitlicher Tragweite. Wie in den sog. „schwarzen Listen“ nachlesbar, sind diese gefährlichen Pflanzen kaum beherrschbar, wenn sie sich erst einmal „eingenistet“ haben. (https://www.mannheim.de/sites/default/files/page/2050/verordnung_fnd_bell.pdf) („Umgang mit invasiven Arten“, Zentralverband Gartenbau, 2008, in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz u. Reaktorsicherheit sowie dem Bundesamt für Naturschutz) (www.neophyten.de)

  • Eine Zentralisierung der Betriebshöfe ist nicht zwingend erforderlich

◦ Wie im Gespräch von Seiten der Stadt dargelegt, hätte man sie ohne das Freiwerden der Konversionsflächen nicht angedacht.
◦ In der Logistik verlängern sich Fahrstrecken bei Lagerzentralisierung. Der Weg zum Einsatz für die Mitarbeiter wird länger.
◦ Dies trifft auch auf die Anfahrt vieler Mitarbeiter zum Betriebshof zu, der Anfahrtsweg wird sich eher verlängern denn verkürzen.
◦ Die täglich notwendige mehrfache Rückkehr zum Betriebshof (Mittagspause, Gerätewechsel, Toilettengang) ist darüberhinaus eine unnötige Belastung der eigentlich im Gartenbau tätigen Mitarbeiter und senkt die Effektivität der Steuergelder durch die starke Verlängerung der Fahrzeiten auf Kosten der Arbeitszeit. ◦ Die vermutete positive Bilanz ist bisher nicht nachgewiesen.
◦ Sicher sind jedoch Kosten von mindestens 26,9 Mio. Euro (s. V557/2017).
◦ Eine Alternative zur Generalsanierung aller Betriebshöfe oder dem zentralen Neubau ist sicherlich die Beseitigung der seitens der Stadtverwaltung genannten Mängel in den sanitären Einrichtungen einiger der bestehenden, dezentralen Betriebshöfe.

  • Der Betriebshof, falls er dennoch gebaut wird, sollte nicht an ein Wohngebiet angrenzen, weder in Feudenheim noch anderswo.
  • Der Betriebshof passt mit seiner Größe und seinen Werkstätten auch nicht zum Naherholungscharakter des Grünzuges.

 

Anregungen

  • Die Spinelli-Ausfahrt zum Aubuckel sollte unbedingt weiterhin genutzt werden und nicht etwa zurückgebaut werden. Damit wird eine Flaschenhalswirkung der Talstraße reduziert. Eine neue Ein- Ausfahrt im Bereich der Talstraße mit neuer Fahrspur aus der Talstraße heraus in westlicher Richtung löst nicht das Verkehrsproblem. Denn es gibt eine Straßenbahnvorrangschaltung die die Grünphasen unterdrückt und die Zufahrt in die Talstraße bzw. Ausfahrt in östlicher Richtung schon heute erschwert. Die Nutzung der bestehenden Ein- Ausfahrt ist sicherlich auch kostengünstiger zumal die Zufahrt auch innerhalb des Spinelli Areals entstehen kann.
  • Es wird ein Verkehrskonzept benötigt, das den Verkehr im Norden und Westen von Feudenheim reduziert und nicht steigert.

◦ Dieses muss auch unbedingt die Belastung der Kreuzung Feudenheimer Hauptstraße mit der Straße „Am Aubuckel“ berücksichtigen.
◦ Bevor ein solches Konzept nicht darlegt, wie die schon bisher erheblichen Belastungen für die Anwohner reduziert werden oder wenigstens gleich gehalten werden können, sollte keinerlei Entscheidung getroffen werden.
◦ Die Überlegungen der Verwaltung, dass alle Betriebshofsmitarbeiter mit ÖPNV oder dem Fahrrad zur Arbeit kommen, ist zwar wünschenswert, aber keinesfalls realistisch ein Parken im neuen und alten Wohngebiet wahrscheinlicher.
◦ Dies trifft gleichfalls auf potentielle Besucher der U-Halle zu. Wenn 1000 Parkplätze (möglicherweise auch kostenpflichtig) nicht ausreichen, parken Veranstaltungsbesucher erfahrungsgemäß kreuz und quer im Wohngebiet.

  • Kein Erhalt der U-Halle.
  • Wie in der Bürgerbeteiligung vorgeschlagen, ist ein kleiner Grünhof, der eben kein Betriebshof für ganz oder halb Mannheim ist, sinnvoll. Dieser kann in kleinem Umfang die für den Grünzug und die Bundesgartenschau benötigten Gerätschaften und Lager vorhalten.
  • Ergebnis der Bürgerbeteiligung und auch Vorschlag der Stadtverwaltung war die Nutzung der bestehenden Gebäude ohne Verdichtung. Hier sind diverse Nutzungen denkbar, einschließlich des teilweisen Angebots preisgünstigen Wohnraums, z. B. für Studenten. Die bei Studenten zu erwartende Nutzung von ÖPNV und Fahrrädern passt gut zum Gesamtkonzept des Grünzugs und dem Gedanken umweltbewusstes urbanes Wohnen auf Konversionsflächen zu ermöglichen.Hinweis: Auch der von der Stadt 2015 vorgestellte Siegerentwurf „1. Preis Landschaft, 1. Preis Städtebau“ (aus dem ansonsten der Bürgerbeteiligung widersprechenden Aufstellungsbeschluss Bebauungsplan Nr. 71.48 “Spinelli Barracks und Grünzug Nordost“) verzichtet vollständig auf verdichtete Bebauung. Dabei muss es bleiben.
  • Hinsichtlich der Planung einer massiven Wohnbebauung ist auch die Bevölkerungsprognose für Mannheim zu hinterfragen. Es gibt weitere Prognosen vom Land und auch von der Bertelsmannstiftung, die beide erheblich kleinere Bevölkerungszahlen für Mannheim vorhersagen. Die Prognose der Stadt erscheint auch selbsterfüllend: da mehr gebaut werden soll, wird mit mehr Bevölkerung gerechnet. Das Bauprogramm scheint daher keine Lösung für die bestehende Bevölkerung zu sein.
  • Durchführung einer anonymen Befragung der Mitarbeiter des Grünflächenamts, ob sie die Zentralisierung für sinnvoll halten. Dabei könnte auch in Erfahrung gebracht werden, ob sich der Weg zur täglichen Arbeit verlängert oder nicht. Eine Befragung einiger zufällig außerhalb eines Betriebshofs angetroffener Mitarbeiter deutet darauf hin, dass die Zentralisierungspläne z.T. auf erheblichen Unmut in der Belegschaft stoßen.

 

Bürgerinitiative „Lebenswertes Feudenheim“


Weitere Informationen und Kontaktdaten sowie der Link zur Online-Petition unter: www.Feudenheim.info

 

 

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